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Krebserzeugendes Arsen in Tierpräparaten


- das gesundheitsgefährdende Potential und der korrekte Umgang mit wissenschaftlich wertvollen Präparaten -

  

Arsenverbindungen wurden bis weit in die siebziger Jahre als Konservierungsmittel in der Tierpräparation zum Schutz vor Fraßinsekten verwendet. Aufgrund der hohen Stabilität dieser Verbindungen sind die Wirkstoffe auch heute noch an Tierpräparaten und in deren räumlichen Umgebung nachweisbar. Arsen ist anerkanntermaßen krebserregend.

Über die Gefahren, die möglicherweise beim Umgang mit belasteten Tierpräparaten
z. B. in Schulen auftreten können, soll im Rahmen dieses Artikels hingewiesen werden und Vorschläge zum korrekten Umgang mit diesen wissenschaftlich und pädagogisch wertvollen Präparaten gemacht werden.

 

Warum werden bei Tierpräparaten Biozide eingesetzt?

Der Einsatz biozider Wirkstoffe zum Schutz von Naturmaterialien vor Schadinsekten oder Schimmelbefall ist bis heute gängige Praxis. Die Behandlung vor allem von Wollteppichböden gegen Mottenfraß mit Permethrin wird z. B. durch das GUT-Siegel (der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden e.V.) vorgeschrieben.

Gängige Textilausrüstungsmittel stellen und stellten dabei die EULAN- und die MITIN-Produktreihen dar, in denen Verbindungen wie DDT, Lindan, Polychlorierte Sulfonamid-Derivate und viele andere Wirkstoffe in unterschiedlichen Formulierungen enthalten waren.

DDT ist aufgrund seiner Toxizität bereits seit 1974 in der Bundesrepublik verboten. Die Bedenklichkeit verschiedener anderer Wirkstoffe insbesondere des Permethrins und der Polychlorierten Sulfonamid-Derivate wird intensiv diskutiert.

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Die Verwendung von PCP zur Lederkonservierung ist auch heute in verschiedenen Ländern noch üblich. In der Bundesrepublik ist die Herstellung und Anwendung dieses Fungizids bereits seit 1989 verboten.

Arsenverbindungen wurden bis etwa Anfang der siebziger Jahre als Konservierungmittel von Häuten, Fellen und Vogelbälgen verwendet. Dabei können sowohl das insektizid wirkende Arsentrioxid wie auch das als fungizider Wirkstoff bekannte Arsen­pentoxid zum Einsatz in Form von Arsenseife gekommen sein.

Die Verwendung von Arsen in der Tierpräparation kann zumindest im außereuropäischen Ausland heute noch nicht ausgeschlossen werden. Fische und Reptilien werden im Allgemeinen ohne die Verwendung von Arsenseife oder anderer Biozide präpariert.

Besonders ältere Tierpräparate stehen im Verdacht, stark mit diesen krebsauslösenden Substanzen belastet zu sein. Diese Präparate finden sich vor allem in biologischen Schausammlungen in Schulen und Museen. Zu Anschauungs-zwecken werden die Präparate häufig herumgereicht und angefaßt, so dass vor allem für Kinder, aber auch für Erwachsene bei fahrlässigem Umgang mit diesem Material ein gesund­heitliches Risiko bestehen kann.

Download:  Krebserzeugendes Arsen in Tierpräparaten (Mai 2014/Mai 2011/Januar 1997).pdf

 

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